|
Wir arbeiteten in 1.200 Meter Tiefe. Tagtäglich.
Mit dem Abbau von Steinkohle dringen wir Bergleute immer weiter in das Innere der Erde vor. Mit zunehmender Tiefe nehmen Gebirgstemperatur und -druck zu.Das stellt höchste Anforderungen an Mensch und Technik. Die in Deutschland gewonnenen Kohlen entstammen dem Karbon, einem erdgeschichtlichen Zeitalter vor mehr als 300 Millionen Jahren.
Die Lagerstätte stellt sich heute als Schichtenfolge von Kohlenflözen und verschiedenen Gesteinsschichten (Schieferton, Sandschiefer, Sandstein und Konglomerate) dar.
Die Flöze weisen unterschiedliche Mächtigkeiten auf und sind in stark differierenden Abständen abgelagert. Dieses ursprünglich homogene Steinkohlengebirge unterlag im Laufe der Erdgeschichte verschiedenen gebirgsmechanischen Einflüssen.
Die Folge waren tektonische Störungen in Form von Verwerfungen der Schichten von wenigen Zentimetern bis zu mehreren hundert Metern.
Im Bereich des Bergwerks Lohberg/Osterfeld überlagerte ein 150 bis 350 Meter mächtiges Deckgebirge das Steinkohlengebirge. Das Grubenfeld umfaßte 132 Quadratkilometer und war, bedingt durch die Großtektonik, in mehrere Baufelderunterteilt. In diesen Feldernwurde der Abbau im Laufe der Jahre in immer größere Tiefen geführt.
Zuletzt konzentrierte sich die Steinkohlengewinnung zwischen der 850 Meter Sohle und der 1.300 Meter Sohle auf die Flöze C bis Matthias.
Deren Mächtigkeit betrug 1,3 bis 2,5 Meter.Die auf dem Bergwerk Lohberg/ Osterfeld gewonnene Kohle besaß ausgezeichnete Eigenschaften: 30 Prozent flüchtige Bestandteile, sieben Prozent Asche und weniger als ein Prozent Schwefel; eine hervorragende Qualität für den Einsatzals Kokskohle zur Eisenerzeugung oder als Kesselkohle zur Stromerzeugung.
Daten zum Bergwerk Lohberg
30.12.1905 Gründung der Gewerkschaft Lohberg
1906 Teufbeginn des Vorschachtes Lohberg I
1911 Fertigstellung der Schächte I & II, erste Aus.- und Vorrichtungab
1912 Beginn der Kohleförderung
1925 - 1927 Bau einer Kohlenwäsche, Grubenfeldgröße ca. 40 Quadrat Kilometer
1953 Gründung der Hamborner Bergbau AG
1965 Vergrößerung des Grubenfeldes auf ca. 104 Quadrat Kilometer
1974 Zugehörigkeit zur Bergbau AG Niederrhein
1982 Vorbereitung Teufen des Schachtes Hünxe
1988 Beschluß Zusammenlegung der Bergwerke Lohberg und Osterfeld
1989 Durchführung der Zusammenlegung
Name: Bergwerk Lohberg-Osterfeld
2003 Der Stilllegungsbeschluss
01.01.2006 Die Stilllegung
|